

Besonders schwierige Erkrankungen der Stütz- und Bewegungsorgane, die ambulant nicht oder nur unzureichend zu versorgen sind, werden in der orthopädischen Klinik mit speziellen orthopädischen Maßnahmen behandelt. In der Regel sind bei diesen Erkrankungen gezielte diagnostische und therapeutische Maßnahmen erforderlich, die aus Gründen der Effektivität und Qualitätssicherung und aufgrund eines Gesamtkonzeptes eine stationäre Behandlung erfordern.
Orthopädische Erkrankungen - vor allem die degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und Gelenke - nehmen in den Industrieländern ständig zu, einmal aufgrund der erhöhten Lebenserwartung, zum andern wegen der zivilisations- und berufsbedingten Haltungs- und Verhaltensänderungen, welche Wirbelsäulenerkrankungen und Gelenkschäden fördern.
Eine effektive, fachspezifische Diagnostik und Therapie in der orthopädischen Klinik erspart in vielen Fällen eine Operation und wirkt zudem einer Chronifizierung der Erkrankung entgegen. Schmerzen in der Orthopädie erfordern zumeist fachspezifische Maßnahmen, die auch soziale und psychologische Faktoren mit einbeziehen, denn letztere bestimmen maßgeblich das Risiko für die Chronifizierung von Schmerzen - einer Entwicklung, die ohne rechtzeitige und gezielte Intervention nicht selten in die Frühberentung mündet.
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Aktualisiert am 10.04.2008